PK09-Jet: Ausbildung in der Zentrifuge
17.02.2014

Im Rahmen einer weiteren Ausbildungsphase flogen wir zu Wochenbeginn nach Dresden im Bundesland Sachsen. Dort wurden wir von einem Auto der Deutschen Luftwaffe abgeholt und ins nahe gelegene Königsbrück gefahren, wo sich das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin befindet. Nach einer kurzen Besichtigung bezogen wir die Zimmer, zogen unsere Pilotenkombis an und versammelten uns in einem Theoriesaal. Dann wurden uns die Personen vorgestellt, mit welchen wir in den nächsten Tagen zusammenarbeiteten. Es folgten einige Lektionen über Atmosphärenkunde, die Bedeutung der flugphysiologischen Ausbildung für fliegendes Personal, die Physiologie der Gleichgewichtsorgane sowie eine erste Einführung zum sogenannten Desorientierungstrainer und der Zentrifuge.

Am nächsten Tag wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, was die Ausbildung noch intensiver und auch einiges persönlicher machte. Zusammen mit einer Physiotherapeutin führten wir anschliessend einige Übungen für die Halswirbelsäule durch und wurden danach nochmals kurz über das weitere Vorgehen in Bezug auf die Zentrifuge informiert. Nach einem kurzen medizinischen Check konnte sich dann auch schon der Erste von uns in die gewaltige Schleuder setzen - eine wirklich eindrückliche Maschine. Dann hiess es anschnallen und los gings...!

Als erstes stand eine kurze Angewöhnungsphase auf dem Programm, während der man als 'Pilot' noch nicht viel machen musste, ausser mal die ersten G's auf sich einwirken zu lassen. Nach einer kurzen „Pause“ - die Zentrifuge lieferte derweil konstant 1,4 G - wurde die natürliche G-Toleranz eruiert, also diejenige Limite, welche man individuell ohne Anti-G-Hosen oder einer bestimmten Atmung noch ohne grössere Einschränkungen zu erreichen vermag. Sobald man jedoch das Gefühl hatte, man fühle sich nicht mehr Herr der Lage resp. erste optische Einschränkungen auftraten, wurde die Zentrifuge abgebremst. Eine wirklich imposante Erfahrung.

Weiter wurde uns gezeigt, wie wir mittels Kontraktion bestimmter Muskeln und der sogenannten Pressatmung, in Kombination mit der G-Hose, unser G-Limit massiv erhöhen konnten. Als Abschluss folgten eine eindrückliche Vorführung der Vor- und Nachteile des Nachtsichtgerätes und sportliche Herausforderungen auf dem Trampolin und dem sogenannten Triplex. Letzteres ist eine Ganzkörpertrainigsmaschine, welche um alle drei Achsen rotiert und uns alle ziemlich ins Schwitzen brachte.

Am Mittwoch war es dann soweit. Nach dem Frühstück versammelten wir uns im Vorraum der Zentrifuge und wurden nochmals über den Ablauf informiert. Ein kurzer Einführungslauf bis 5 und 6 G für alle von uns, danach galt es ernst. Zuerst 5 G während 10 Sekunden, eine kurze Pause und dann 7 G während 15 Sekunden. Auch wenn der Unterschied von 5 auf 7 G nur 'marginal' erschien und auch der Zeitintervall nur fünf Sekunden länger dauerte, war es dennoch ziemlich anstrengend. Während des Tests wurde man ständig medizinisch überwacht und auch gefilmt. Notfalls wären die Zentrifuge schnell abgebremst worden und die Ärzte jederzeit bereit gestanden. Doch der sogenannten G-Lock, also das Verlieren des Bewusstseins, wird in keinster Weise angestrebt.

Am Nachmittag hatten wir die Möglichkeit, in einem Full-Motion Simulator verschiedene Desorientierungssituationen und die damit verbundenen Sinnestäuschungen zu erleben. Diese konnten vom Piloten einerseits aktiv ausgelöst, andererseits aber auch passiv erfahren werden.

Den Tag beendeten wir bei einem gemeinsamen Grillen, zusammen mit den Ausbildnern und Ärzten.

Am Folgetag hatten wir die Möglichkeit, in der Zentrifuge einen Flug in einem Jet-Flugzeug zu simulieren. Dabei hatten wir einem anderen Flugzeug zu folgen und flogen dabei Evolutionen, Loopings und andere Manöver und wurden dabei kräftig in den Sitz gedrückt. Nach gut 10-15 Minuten waren wir alle ziemlich geschafft, aber es war eine eindrückliche Demonstration von dem, was uns künftig erwartet.

Die Woche schlossen wir dann ab mit weiteren Erfahrungen im Desorientierungstrainer, Rückenübungen, Theorien zum Thema Fatigue und Laserblendungen, letzteres mit sehr überraschenden Effekten im Simulator.

Nach einer Stadtführung in Dresden und einem gemeinsamen Abendessen mit den Ausbildnern und Ärzten in der Brauerei Waldschlösschen am Donnerstag Abend folgten am Freitag noch einige administrative Aufgaben und dann die Verschiebung zurück nach Dübendorf resp. Emmen.

Wir haben eine äusserst lehrreiche und interessante Woche erleben dürfen. Die gemachten Erfahrungen werden für uns und unsere weitere fliegerische Zukunft von grosser Wichtigkeit sein.

Im Juni wird dann die Heli-Klasse nach Königsbrück gehen und ein ähnliches Programm durchlaufen, wobei sie dann schon eine gewisse Erfahrung aus der Helikopterfliegerei mitbringen wird.



Academics und Beginn Flugdienst
17.02.2014

Seit Anfang 2014 befindet sich die PK09 in der militärischen Ausbildungsphase. In diesem Jahr steht die langersehnte Grundausbildung auf PC-7 respektive EC635 an. Zusätzlich zum Flugdienst findet eine weiterführende Ausbildung in drei sogenannten Academics-Blöcken statt. So rückten wir nach den Weihnachtsferien endlich wieder einmal in militärischer Uniform in Emmen ein, für den ersten fünfwöchigen Ausbildungsblock. Unter anderem ging es um die Geschichte der Militäraviatik, Flugzeug-Erkennungs-Dienst und Struktur der Armee und der Luftwaffe.

Andererseits fanden auch einige praktische Ausbildungen statt. In der Unterdruckkammer im Fliegerärztlichen Institut, bekamen wir die Möglichkeit, uns mit unseren individuellen Symptomen des Sauerstoffmangels (Hypoxie) vertraut zu machen. Unter ärztlicher Aufsicht begaben sich jeweils zwei Pilotenschüler in die Kammer. Ohne zusätzlichen Sauerstoff erfolgte ein Aufstieg auf ca. 9000 m.ü.M. Währenddessen mussten auf einem Blatt Papier einige Aufgaben gelöst werden. Erstaunlicherweise merkt man dabei nicht wirklich, wie das Konzentrations- und Auffassungsvermögen stetig abnimmt. Dementsprechend gefährlich wäre eine solche Situation im Cockpit. Trotzdem sind individuelle Symptome erkennbar wie zum Beispiel Kribbeln in den Fingern und Zehen oder ein verstärktes Wärmeempfinden. Dank dieser Ausbildung soll es uns deshalb ermöglicht werden, eine auftretende Hypoxie frühzeitig zu erkennen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Academics bilden die verschiedenen Survival-Ausbildungen, welche uns das Rüstzeug dafür geben, uns in einer Notsituation richtig zu Verhalten und das Überleben sicher zu stellen. Im einwöchigen Alpin-Survival-Kurs auf dem Gemmipass lernten wir, wie man dies im Gebirge umsetzten kann. Mit lediglich der Pilotenuniform bekleidet hatten wir die Aufgabe, in 3er Teams ein Schnee-Biwak zu bauen. Dieses gewährleistet den Schutz vor Wind, Nässe und Kälte. Insgesamt drei Nächte verbrachten wir im Biwak. In anderen Ausbildungsblöcken erlernten wir einiges an Gebirgstechnik. So durften wir von schönen Skitouren und Tiefschneeabfahrten profitieren. Andererseits wurden wir mit der organisierten Lawinenrettung vertraut gemacht und dem Sanitätsdienst im Gebirge. Insgesamt war es eine sehr interessante und lehrreiche Woche, die uns auch Dank den meist guten Wetterverhältnissen in guter Erinnerung bleiben wird.

Seit letzter Woche befinden wir uns nun am eigentlichen Ausbildungsort für den Flugdienst und als erster Höhepunkt stand letzten Freitag bereits der erste Flug auf PC-7 in Locarno respektive EC635 in Alpnach auf dem Programm. Erfahrungsberichte aus dem Flugdienst werden folgen.



PK09 Heli - DA42 Phase
28.12.2013

Nach der Rückkehr aus den USA hat sich die PK09 in Kloten zu einer Woche Theorie eingefunden. Es war der Startschuss für die letzte Ausbildungsphase bei der SAT. Die Ziele dieser Phase waren die Anwendung des in den USA erlernten Wissens im komplexeren europäischen Luftraum, die Verwendung von Flight Director und Autopilot sowie eine Einführung in die Grundsätze des Zwei-Mann-Cockpits. Das Ende der Theoriewoche bedeutete gleichzeitig auch die Auftrennung der PK09 in eine Jet- und eine Heliklasse.

Die ersten praktischen Erfahrungen auf der DA42 konnten wir im Simulator machen. Es ging zunächst darum, sich mit dem Cockpit und den verschiedenen flight procedures vertraut zu machen. In weiteren Übungen trainierten wir dann den Umgang mit verschiedenen System- und Triebwerkausfällen. Am Ende der Simulatorphase stand der erste Teil der praktischen IFR-Prüfung auf dem Programm, in der wir den BAZL-Experten die korrekte Bewältigung einiger „abnormals“ zeigen mussten.

Der erste Flug in der „richtigen“ DA42 stand zwei Tage später auf dem Programm. In einem VFR-Angewöhnungsflug mit Destination Sion lernten wir das Flugverhalten der DA42 kennen und profitierten gleichzeitig von einer Auffrischung des Gebirgs-Fluges. Danach folgten einige IFR-Flüge als „single pilot operation“, bei denen der Flugschüler jeweils den gesamten Flug selbstständig durchführen musste sowie einige „assisted IFR“ Flüge, bei denen wir unsere Fluglehrer als Copiloten einsetzen durften. Die Flüge führten uns über die Schweizer Grenze hinaus nach Dôle, Grenoble, Karlsruhe, Saarbrücken, Memmingen und für den traditionellen Klassenausflug nach Stuttgart, Nürnberg und Dresden.

Am Ende der Phase stand der zweite Teil der BAZL-Prüfung auf dem Programm, den wir alle im ersten Anlauf bestanden.

Nach dem Abschluss dieser spannenden und lehrreichen Phase freuen wir uns nun auf den nächsten Ausbildungs-Abschnitt: Die Helikopter-Grundausbildung auf Eurocopter EC635!

Die PK09 wünscht alles Gute und viel Erfolg fürs 2014!

Hier noch einige Bilder.





Seminole Phase Vero Beach
30.10.2013

In den letzten vier Wochen der Flugausbildung in Vero Beach stand die Umschulung auf die zweimotorige Piper Seminole im Zentrum. Die grösste Herausforderung war anfangs wohl die Motorenbedienung. Nebst der Tatsache, dass alle Motoreninstrumente doppelt vorhanden sind, war für uns auch der Umgang mit Verstellpropellern neu. Anstatt den 2 Hebeln im Warrior gab es nun ganze 6 zu bedienen. Ausserdem hatten wir kein Glascockpit mehr, sondern mussten uns auf die herkömmlichen alten Kreisel- und Uhreninstrumente umgewöhnen.

Nach 2 VFR Angewöhnungsflügen fuhren wir im Programm der IFR-Ausbildung weiter. Nach einigen Approach-Trainings standen dann IFR Crosscountry-Flüge auf dem Programm. Das Highlight war dabei sicherlich der Class-Trip. Mit fünf Flugzeugen flog die ganze Klasse quer durch Florida nach Pensacola, wo wir für zwei Nächte im Hotel am Strand untergebracht wurden. Nach einem freien Tag und dem Besuch im „National Naval Aviation Museum“ stand der Rückflug nach Vero Beach auf dem Programm.

Die letzte Woche stand dann ganz im Zeichen der CPL-Prüfung (commercial pilot licence). In einem Vorbereitungsflug durften wir nochmals an unseren Flugkünsten feilen, bevor wir diese im Checkflug einem Experten des BAZL unter Beweis stellen mussten.

Nach spannenden und erlebnisreichen 14 Wochen in Florida freuen wir uns jetzt auf die Rückkehr in die Schweiz. Dort erwartet uns die Ausbildung auf der Diamond DA42 in Kloten und Grenchen. Das Ziel ist das Erlangen der Instrumentenflugberechtigung bis Ende Jahr.

Hier der Link zur Gallery.





Phase F4 Vero Beach
17.09.2013

Nach Abschluss der VFR-Phase sind wir jetzt bereits seit zwei Wochen mit der IFR-Fliegerei beschäftigt. Nach einfachen Orientierungsübungen und Holdings haben wir etliche Instrumentenanflüge trainiert. Von ILS- über VOR- bis hin zu GPS-Anflügen. Die Instrumentenflug-Bedingungen simulieren wir mit sogenannten „foggles“. Diese Brillen verunmöglichen den Blick nach draussen, man muss sich also vollständig auf die Instrumente konzentrieren. Neben der Fliegerei bleibt hier an den Wochenenden oft Zeit für Ausflüge. So haben wir bereits grosse Teile von Florida auch auf dem „Landweg“ erkundet.

Jetzt freuen wir uns auf die Umschulung auf die zweimotorige Piper Seminole. Dieser Event steht in 3 Wochen auf dem Programm.

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Deshalb hier der Link zur Gallery.




Phase F3 Vero Beach
21.08.2013

Vor etwas mehr als drei Wochen haben wir in Vero Beach unser neues zu Hause für die nächsten drei Monate bezogen. Nach einer Woche Theorie durften zum ersten Mal auf amerikanischen Pisten Gas geben. Im Moment befinden wir uns in der Phase F3. Es geht hier um den Feinschliff der VFR-Fliegerei. Auf dem Programm standen zunächst Angewöhnungsflüge für das Flugzeug Piper Warrior III. Die Cockpits sind mit Garmin 500 ausgerüstet und IFR-tauglich. Nach einigen Landetrainings haben wir nun mit Cross-Country-Flügen quer durch Florida begonnen. Unter anderem gab es auch einen 300NM (540km) langen Navigationsflug zu absolvieren. Dieser ist eine Voraussetzung für das Erlangen des CPLs.

Als Neuheit standen diese Woche Nachtflüge auf dem Programm. Die hell beleuchtete Ostküste Floridas aus der Luft zu bestaunen ist wirklich eindrücklich. Daneben durften wir am Tag Solo-Navigationsflüge absolvieren.


Neben der Piper-Fliegerei gibt es als äusserst Willkommene Abwechslung das "Upset Recovery Training". In insgesamt vier Flügen soll dabei erlernt werden, wie man ein Flugzeug sicher aus ungewöhnlich Fluglagen herausmanövriert. Als Trainingsgerät steht dafür eine Extra 300 zur Verfügung.

Die Phase F3 dauert insgesamt vier Wochen. Danach folgt eine neun-wöchige IFR-Phase, zunächst noch auf Piper Warrior, später auf der zwei-motorigen Piper Seminole.

Einige Bilder sind in der Galerie aufgeschaltet.

Frackumzug, Diplomfeier, ab nach Vero Beach
08.07.2013

Die Bachelorarbeiten sind abgegeben und präsentiert worden, die Prüfungen vorbei. Unser dreijähriger „Zwischenstopp“ an der ZHAW ist zu Ende!

Der Abschluss dieser unvergesslichen Studienzeit wurde letzten Freitag mit dem traditionellen Frackumzug gebührend gefeiert. Der Studiengang Aviatik mit kräftiger Mithilfe der PK09 musste sich dabei nicht hinter den Maschinenbauern und Systemtechnikern verstecken. Unser lärmiges Follow-Me-Car, mit welchem wir unsere umgebaute Morane-Saulnier MS880b durch die Gassen von Winterthur zogen, überzeugte auf der ganzen Linie!

Nach dem Umzug folgte die alljährliche „Nacht der Technik“, wo nebst anderen Ausstellungen auch die diesjährigen Bachelorarbeiten der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Der anschliessende„Bart-Ab-Event“ besiegelte das Ende der Feierlichkeiten. Studentinnen aus dem Departement Gesundheit hatten die Ehre, unsere traditionellen 100-Tage-Bärte zu rasieren.

Diesen Freitag folgt nun die Diplomfeier. Anschliessend geniessen wir noch 2 Wochen Ferien, bevor wir uns am 29. Juli für die Sicht- und Instrumentenflugausbildung bei Swiss Aviation Training in Vero Beach wiederfinden.

Wir melden uns bald wieder, mit weitern Fotos vom Frackumzug und natürlich vielen spannenden Berichten und eindrücklichen Bildern aus Florida.




Frackwoche 2013
27.05.2013

Vom 21.5 bis und mit dem 24.5 feierten wir das Ende unserer drei-jährigen Studienzeit mit der traditionellen, legendären und unvergesslichen Frackwoche! Während dieser Zeit verwandeln die Bärtigen das sonst stiere Technikum in eine grosse Partymeile… Dabei startet man für drei Tage mit einem währschaften  Frackzmorge in den Tag und lässt die Tage nach verschiedenen Aktivitäten, unteranderem auch Unterrichtstörungen, mit einem würdigen Fest ausklingen.

Die Absolventen assoziieren die Frackwoche nicht nur mit Festen sondern gleichzeitig mit viel Arbeit. So wird die jährlich stattfindende Frackwoche während einem halben Jahr von Studenten minutiös geplant und anschliessend, mit der Mithilfe von allen Absolventen, erfolgreich durchgeführt.

Nicht nur die Partygänger, auch die Profibastler (alias „Daniel Düsentrieb“) kommen voll auf ihre Kosten.  Es gilt den Studiengang mit möglichst exquisiten Frackmobilen zu repräsentieren. Mit diesen bestreiten die verschiedenen technischen Studiengänge den traditionellen Frackumzug durch die Winterthurer Innenstadt. Der Umzug findet erst am 5. Juli statt und so bildete die diesjährige Frackwoche die erste Gelegenheit mit den selbstgebauten Fahrzeugen vorzufahren und sich der Öffentlichkeit zu zeigen. Dabei wurde bei so manchen das Kind im Manne geweckt. Die zum Teil kleinen, müden Augen begannen spätestens dann zu glänzen, als man die Motoren dröhnen und die Hupen hornen hörte.

Damit sich der Studiengang Aviatik für den kommenden Umzug mit den technisch versierten Maschinenbauern messen kann, entstand eine kleine Gruppe von Aviatik-Studenten, darunter einige aus der PK, um frühzeitig mit den zeitintensiven Arbeiten loszulegen. Es wurde geplant, skizziert, geschweisst, geschraubt und gehämmert. Die Arbeit kann sich sehen lassen und auch lärmtechnisch müssen wir uns nicht hinten anstellen!

Vielen Dank für die tatkräftige Mithilfe und die grosszügigen Sponsorenbeiträge, wir freuen uns auf den Frackumzug am 05.07.13.

Hier gehts zu den Bildern!

Olivier Högger



Spartenentscheid
16.05.2013


Im letzten Semester der ZHAW steht für die Pilotenklassen jeweils eine zukunftsweisende Entscheidung an. Es wird nämlich festgelegt, in welche Sparte, also Jet (Luftverteidigung) oder Heli (Lufttransport), man eingeteilt wird. Dieser Entscheidungsprozess besteht grundsätzlich aus drei Schritten. An oberster Stelle steht der Bedarf der Luftwaffe. Es wird ein gewisses Kontingent für jede Sparte gesprochen. In der Regel sind allerdings nicht mehr als acht Pilotenschüler pro Sparte möglich, weil die Anzahl an Ausbildungsflugzeugen begrenzt ist. An zweiter Stelle steht der Wunsch der Schüler. Nach drei Jahren ZHAW hat man grundsätzlich genügend Zeit gehabt, für sich persönlich eine Entscheidung zu treffen. Es geht nun also darum, als Klasse einen Konsens zufinden und die persönlichen Wünsche mit dem Bedarf der Luftwaffe in Einklang zu bringen. Falls dies nicht gelingt steht an letzter Stelle der Befehl des Kommandanten der Pilotenschule. Es kommt dann zu einem "Board", bei welchem nebst der Führung der Pilotenschule auch Vertreter des Fliegerärztlichen Instituts teilnehmen. Dabei werden die Leistungen während der Selektion, aber auch während der bisherigen Ausbildung analysiert und daraus die spartenspezifische Eignung jedes einzelnen Kandidaten festgelegt. Daraus entseht eine Eignungsliste, welche der Kommandant versucht, möglichst in Einklang mit der Wunschliste der Pilotenklasse zu bringen. Es ist klar, dass es dabei einige Pilotenschüler gibt, die nicht die gewünschte Sparte weiterverfolgen können.

Bei uns war dieser dritte Schritt notwendig, um eine definitive Einteilung zu erreichen. Es bestand ein zu grosses Ungleichgewicht zwischen dem Wunsch Jet und Heli, sodass schlussendlich drei Personen umgeteilt werden mussten.

Ab nächstem Jahr erhält die PK09 Zuwachs. Einerseits stösst Lt Thomas Sardi zu uns und wird ab Januar 2014 unsere Heli-Klasse ergänzen. Ein weiterer "Neuling" ist Lt Beda Stähelin. Er hat bereits vor der Selektion ein ETH-Studium abgeschlossen, weshalb er einen verkürzten Ausbildungsweg gehen wird (anstatt ZHAW nur die Berufspilotenausbildung bei SAT). Er ist ab nächstem Jahr Teil unserer Jet-Klasse.

Die definitive Einteilung jedes einzelnen ist nun unter über uns ersichtlich.



Letzte Runde in Winterthur
22.01.2013

Mittlerweile haben wir auch das fünfte und wohl intensivste Semester am Tech in Winterthur hinter uns gebracht. Als nächste Herausforderung wartet nun das letzte Semester mit der Bachelorarbeit. Nebenbei dürfen natürlich die Vorbereitungen für die Frackwoche im Sommer nicht zu kurz kommen.

Die Frackwoche ist die traditionelle Abschlusswoche der abgehenden Studienjahrgänge des ehemaligen Technikums in Winterthur. Die männlichen Studierenden verpflichten sich dabei mit dem so genannten Bartvertrag, sich während den letzten 100 Tagen des Studiums nicht mehr zu rasieren. In der letzten Schulwoche kommen dann die Studentinnen in pompösen Kleidern und die Studenten mit Frack und Zylinder zur Schule: Es ist jene Woche, in welcher auf dem Campus alles etwas drunter und drüber geht…

Doch zurück zum letzten halben Jahr:

Das Pensum an der ZHAW hat im fünften Semester etwas abgenommen. Von Montag bis Mittwoch beschäftigten wir uns in der Schule mit dem Regulierungsdschungel der Luftfahrt, Navigationskarten von Südengland bis zum Nordpol, Betriebswirtschaft mit mindestens doppelter Buchführung, sowie mit dem Gesamtsystem Flughafen inklusive einer gesunden Prise Politik und Gesellschaft.

Was den Herbst aber keineswegs zum Zuckerschlecken gemacht hat, war der FNPT bei der Swiss Aviation Training in Kloten (auch liebevoll Schwitzkasten genannt). FNPT heisst so viel wie Flight Navigation Procedure Trainer und entspricht einem starren Flugsimulator mit voll funktionierenden Cockpit und einem Visual (Darstellung des Sichtfelds). Da es bei diesem Teil der Ausbildung um das Navigieren mit Instrumenten ging, flogen wir aber meistens in der weissen Nebelsuppe umher. Während der Theorieunterricht jeweils donnerstags stattfand, waren unsere so genannten Sessions (in diesem Falle die Simulatorflüge) für den Zeitraum zwischen Freitag und Sonntag angesetzt. Ziel dieser Flüge war es, mittels konventioneller Radionavigation ein bestimmtes Programm abzufliegen und dabei das Flugzeug so zu pilotieren, dass es den fiktiven Passagieren hintendrin nicht allzu übel wurde. Damit uns das Schwitzen bis zum Schluss nicht verging, baute der Fluglehrer ab und zu noch einen Triebwerksausfall ein. Diese Ausbildungsphase war durch ein relativ anspruchsvolles Programm und der damit verbundenen Flugvorbereitung geprägt. Jedoch beeindruckten die Möglichkeiten der doch schon etwas älteren Radionavigationsverfahren, welche es erlauben, sich im Luftraum auch ganz ohne Navi oder google maps erstaunlich genau zu bewegen.

Nebenbei beschäftigten uns  weiterhin die ATP-Prüfungen. Mitte Dezember konnten wir alle erneut erfolgreich einen Teil der gesamthaft zwölf Prüfungen beim BAZL in Bern ablegen. Diese Prüfungen bestehen jeweils aus international standardisierten Fragen, welche dort am Computer beantwortet werden müssen. Schon Mitte Februar heissts dann erneut: Klicken, klicken, klicken…

Eine Auswahl an Bildern aus der ZHAW-Studienzeit finden Sie in der Galerie.



Beginn der fliegerischen Ausbildung
28.06.2012

Endlich ist der Sommer da! Nach abgeschlossenem vierten Semester, einer intensiven Prüfungsphase an der ZHAW und den ersten ATPL-Theorieprüfungen beim BAZL, freuen wir uns auf einen erlebnisreichen Sommer. Nach einer knapp zwei jährigen fliegerischen Durststrecke werden wir uns in der Basic VFR Ausbildung in Grenchen endlich wieder selbst hinters Steuer setzen dürfen.

Spannende Berichte und eindrückliche Fotos von dieser 7-wöchigen Phase auf dem brandneuen Trainings-"Gerät" Diamond DA-40 werden zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Mit diesen Aussichten wünscht die PK09 einen schönen Sommer!



Übung Payerne
11.03.2012

Die letzte Exkursion im PK-Rahmen führte uns vergangenen Montag auf die grösste  operationelle air base der Schweiz nach Payerne. Während eines ganzen Tages wurde uns dort Einblick in das Funktionieren eines Militärflugplatzes sowie in das „daily business“ von operationellen Staffelpiloten der Bereiche Luftverteidigung und Lufttransport gewährt.
Hier geht's zum ausführlichen Bericht.


Neuer Ausbildungs-Syllabus
21.02.2012

Im Rahmen einer Umstrukturierung bei Swiss Aviation Training SAT, wurden einige Änderungen am fliegerischen Ausbildungsprogramm vorgenommen. Für die PK09 bedeutet das, dass wir die Grundausbildung im Sichtflug diesen Sommer nicht mit einer Privatpilotenlizenz PPL abschliessen werden. Das Flugprogramm fällt dementsprechend kürzer aus.

Neu wird deshalb die Flugphase in Vero Beach USA auf insgesamt 14 Wochen verlängert. Nach Abschluss der Ausbildung bei SAT werden wir im Besitz einer Berufspilotenlizenz mit Instrumentenflugberechtigung CPL/IR sein. Die Schulung auf ein Zwei-Mann-Cockpit (Multi Crew Concept MCC) ist neu nur noch für die angehenden Helikopterpiloten vorgesehen und findet während der militärischen Spartenausbildung im EC-635 Simulator statt.


Semesterende
22.12.2011

Das dritte Semester an der ZHAW neigt sich dem Ende zu. Damit haben wir die Hälfte des Aviatik-Studiums bereits hinter uns gebracht. Die PK09 kann auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken mit sehr viel Theorie, aber doch einigen Highlights wie z.B die Sportwoche in Magglingen oder die Übung Locarno.
Mit Vorfreude blicken wir auf das anstehende 2012. Nach den Semesterendprüfungen im Januar erwartet uns das vierte Semester, welches nebst den Studienfächern auch von Selbststudium für die im Sommer anstehenden ersten ATPL-Theorieprüfungen geprägt sein wird. Zudem steht das erste fliegerische Highlight an: Die fliegerische PPL-Ausbildung bei Swiss Aviation Training in Grenchen.
Mit diesem Ausblick wünscht die PK09 schöne Festtage und viel Glück und Erfolg im neuen Jahr.


PK09 gibt Gummi!
11.12.2011

Am 1. Dezember veranstaltete die PK09 einen privaten Freizeit-Event und bot sich auf der Kartbahn Fimmelsberg ein Rennen der Extraklasse. Hier gehts zum ausführlichen Bericht.


PK09-Badge airborne!
25.11.2011

Unser Badge ging heute zum ersten mal als "pilot in command" in die Luft! Getragen von niemand geringerem als KKdt Markus Gygax. Wir danken dem Kommandanten der Luftwaffe für diese spontane Aktion und wünschen ihm weiterhin "many happy landings"!

 

PPL-Theorieprüfungen und Semesterstart
20.09.2011

Diese Woche hat für uns das dritte Semester an der ZHAW begonnen. Dabei rücken nun vorwiegend neue und aviatik-spezifischere Fächer in den Vordergrund als noch im Assessment-Jahr. Detailliertere Informationen finden Sie auf der Modultafel.
Zudem haben wir heute die schriftlichen PPL-Prüfungen abgelegt - ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die fliegerische PPL Ausbildung nächsten Sommer.


Vorbereitungswoche für die PPL-Theorieprüfungen
12.09.2011

Heute haben wir uns das erste Mal bei Swiss Aviation Training (SAT) in Kloten eingefunden. An diesem ersten Tag ging es vor allem um administrative Belange sowie auch Materialfassung. Die nächsten Tage sind aber ganz im Zeichen von Theorieunterricht, welcher uns zusätzlich zum Selbsstudium optimal auf die PPL-Prüfungen vorbereiten soll. Diese werden bereits nächste Woche stattfinden.


Lernwochen in Locarno
28.07.2011

Nach abgeschlossenem erstem Jahr an der ZHAW stehen für uns im September die PPL-Theorieprüfungen an.
Um uns optimal vorbereiten zu können, befinden wir uns zur Zeit für zwei Wochen auf dem Flugplatz Locarno.


Semesterende und Sportwoche
04.07.2011

Mit der neunten Semester-Endprüfung ging für uns letzten Freitag das interessante aber auch anstrengende erste Jahr an der ZHAW zu Ende.
Nach dem verdienten Wochenende folgt nun das erste Highlight unserer Semesterpause: Die vielversprechende Sportwoche in Magglingen zur Förderung der Team-Bildung und unserer körperlichen Leistungsfähigkeit!

Hier geht's zum ausführlichen Bericht über die Sportwoche. Bilder finden Sie in der Galerie.



Übung Locarno

08.06.2011

Die PK09 war gestern zu Besuch bei der PK06 in Locarno. Ziel der Übung war es, einen tieferen Einblick in die fliegerische Ausbildung der Sparte Jet zu bekommen.
Mit einem Cougar wurden wir von Dübendorf nach Locarno überflogen, wo wir vom Cheffluglehrer PC-7 begrüsst wurden. Das Tagesprogramm war in zwei Hauptteile unterteilt. Die Hälfte der Klasse wurde von den Kollegen der PK06 in Empfang genommen. Sie erzählten uns von ihren Erfahrungen und Eindrücken aus der gesamten Ausbildung und konnten uns zahlreiche Tipps mit auf den Weg geben. Der Austausch mit ihnen gab uns einen vertieften Einblick in den Alltag der fliegerischen Ausbildung.
Für den zweiten Teil der Klasse war Flugdienst vorgesehen. Das Flugprogramm beinhaltete eine Demonstration Formationsflug. Zum ersten Mal durften wir auf dem Rücksitz einer PC-7 platznehmen. In 2er Patrouillen flogen wir nach Lodrino für einen touch-and-go in Formation. Danach wurde in den Trainingsraum überflogen, wo uns die Fluglehrer noch einige Kunstflugfiguren in Formation vorführten. Später hiess es dann „your controls“ und wir kamen nach fast einem Jahr Pause wieder in den Genuss des PC-7 Fliegens. Auf dem Programm standen unter anderem Evolutionen und Akrobatik.
Nach der Mittagspause wurden die Gruppen gewechselt.
Der Heliflug zurück nach Dübendorf war würdiger Abschluss eines sehr spannenden und eindrücklichen Tages.
Den Rest der Woche verbringt die PK09 nun in Dübendorf, um sich gemeinsam auf die Semesterendprüfungen vorzubereiten.
Hier geht’s zu den Bildern.
 



Website der PK 09 online!
09.05.2011

Endlich ist sie da, die offizielle Website der Pilotenklasse 2009 der Schweizer Luftwaffe!
Zur Zeit befinden wir uns in den letzten Wochen des zweiten Semesters an der ZHAW. Nach Semesterende folgen 3 Wochen Vorbereitungszeit und anschliessend die Semesterendprüfungen, mit denen wir das Assessmentjahr beenden werden.
Die PK 09 wünscht viel Spass beim Erkunden der Page.




 
 
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